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FMEA

Eine Fehlermöglichkeits – und Einflussanalyse, auch FMEA, dient als Instrument zur spezifischen Analyse von Fehlerrisiken. Die Methode ermöglicht eine systematische Risikoanalyse im Falle von Systemen oder Prozessen, die sich durch ihre Komplexität auszeichnen. Die Intention der FMEA, wie sie beispielsweise bei der QMH Consulting GmbH angewandt wird, ist es potentielle und vermeintliche Schwächen und Risiken zu erkennen, nachzuvollziehen und einzugrenzen. Diese werden mit Hilfe der Fehlermöglichkeits – und Einflussanalyse nachhaltig abgestellt. Mit der Hilfe dieser Methodik können Fehler effektiv und langfristig vermieden werden. Auf diese Weise werden deshalb signifikant und ressourcenschonend komplexe Systeme oder Prozesse optimiert.

Das hohe fehlervermeidende Potential ist primär in den Segmenten der Dienstleistung und der Verwaltung von Bedeutung. In diesen Bereichen erfolgen die Erbringung sowie der Konsum diverser Leistungen weitestgehend analog. Deshalb gestalteten sich unmittelbare Nachbesserungen, im Zuge eventuell in Erscheinung tretender Fehler, in diesem Kontext als sehr schwer. Die zeitverzögerten Nachjustierungen sind stets mit signifikanten Nachteilen für den jeweiligen Dienstleister verbunden. 

Differenziert wird die Methodik in die Teilstücke der Produkt – FMEA sowie die der Prozess – FMEA. Erstere fügt sich aus den Elementen der System – und Konstruktions – FMEA zusammen. Demgegenüber setzt sich die Prozess – FMEA explizit und umfassend mit vermeintlichen bzw. potentiellen Schwachstellen der einzelnen Leistungsprozesse auseinander. Vorwiegend wird die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse zur Risikoanalyse im Rahmen von Organisationsprojekten genutzt. Im Fokus dessen steht insbesondere die Analyse von eventuellen Fehlern und Risiken in Prozessen der Soll – Konzeption.  Das Verfahren kann optional alleine oder in einem Gruppenverband durchgeführt werden. Wegen der facettenreichen Vorteile, die mit konstruktiven gruppendynamischen Prozessen verknüpft sind, ist die Methode in erster Linie in der Gruppe durchzuführen.   

Die Fehlermöglichkeits- und Einflussananlyse besteht aus 4 Verfahrensschritten.   

Den ersten Bereich bildet die exakte Beschreibung des einzelnen Systems bzw. Prozesses. Im Zuge dessen wird eine akkurate Eingrenzung des Prozesses durchgeführt. Daher wird eine Klassifikation vorgenommen, welche mit einer entsprechenden Dokumentation einhergeht.  

Im zweiten Abschnitt der Verfahrensanalyse schließt sich eine fundierte Analyse potentieller Fehler, der dafür verantwortlichen Ursachen sowie deren möglicher Folgen an. Daraus ergibt sich während des dritten Themenkomplexes der Methode eine Bewertung der spezifischen Fehler und deren Folgen. Anhand von Auftrittswahrscheinlichkeit (A), Bedeutung (B) und Entdeckungswahrscheinlichkeit (E) wird das theoretische Risiko für jeden Fehler und dessen Konsequenzen eingehend beleuchtet. Den einzelnen Faktoren werden Werte aus einer speziellen Bewertungsskala zugewiesen. Daraufhin wird eine Risikoprioritätszahl ( RPZ ) gebildet. Die dafür relevante Formel lautet:  

RPZ = A X B X E 

Mögliches Ergebnis dieser Berechnung ist ein Bereich zwischen 1 und 1000. Je höher dieser Wert ausfällt, desto unannehmbarer ist der jeweilige Fehler. Demnach impliziert ein speziell festgesetzter empirischer Wert für die RPZ einen akuten Handlungsbedarf zur Einleitung bestimmter Maßnahmen zur Abstellung des Fehlers.

Deshalb beinhaltet der vierte Teilbereich der Methode die umfassende Beschreibung der Abstellmaßnahmen. Diese sind exakt zu dokumentieren und einer erneuten Analyse zu unterziehen. Aus diesem Prozess geht eine individuelle Rest – RPZ hervor. Diese muss zwingend niedriger als der Ausgangswert der RPZ sein. Die Differenz zwischen den beiden Werten entspricht dem Maß der jeweiligen Qualitätsverbesserung.